Geschichte

Wo liegt der Ursprung der Salsa Musik?

Der Ursprung der Salsa-Musik reicht zurück bis in die Zeit, als die Spanier Kuba kolonisierten und Sklaven aus Afrika mitbrachten. Durch die Vermischung der spanischen und afrikanischen Musik entstanden daraufhin die Rumba, der Son und der Danzon. Von den drei Arten der Rumba hat der Guaguanco die heutige Salsa-Musik am meisten geprägt. Noch größeren Einfluss auf ihre Entstehung hatte jedoch der Son, während sich aus dem Danzon durch rhythmische Variationen der Cha Cha Cha, der Mambo und später der Pachanga entwickelten. In den 40er und 50er Jahren erreichte der Mambo New York, wo in dem legendären Nachtclub "Palladium" mit Tito Puente und Tito Rodriguez die bekanntesten Bands dieses Genres spielten. Dort trafen Einwanderer aus Kuba, Puerto Rico, Columbien und der Dominikanischen Republik auf amerikanische Swing Musiker. Später verbreitete sich die unter dem Begriff Salsa vermarktete Musik um die ganze Welt und es entstanden neue Sub-Genres. Dies erklärt die Vielfalt der heutigen Salsa Musik.

Welche Musik wird auf heutigen Salsa Parties gespielt?

Der spanische Begriff "Salsa" bedeutet übersetzt "Soße". Er wird seit den 70er Jahren von der Musikindustrie als Sammelbegriff für Musikrichtungen verwendet, die aus der Vermischung der Afro-Kubanischen Musik mit anderen karibischen und südamerikanischen Rhythmen, sowie dem nordamerikanischen Jazz entstanden sind. Somit hört man auf heutigen "Salsa"-Parties sowohl den New Yorker Mambo der 50er Jahre, den Pachanga und Boogaloo der 60er Jahre, die Salsa Dura der 70er und 80er Jahre, die Salsa Moderna und Romantica der 80er und 90er Jahre und die kubanische Timba Musik. Letztere entstand in den späten 80ern und den frühen 90ern, als die Isolation Kubas vom Rest der Welt ihren Höhepunkt erreicht hatte. Vor allem die Band Irakere und Los Van Van haben hieran erheblichen Anteil.

Literaturhinweise:

Titel:
Buena Vista - Die Musik Kubas
Autor:
Maya Roy
Verlag:
Palmyra, Heidelberg (2000)
ISBN:
3-930378-30-2
Inhalt:
Dieses Buch beschreibt ausführlich die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und religiösen Hintergründe der kubanischen Musikgeschichte. Es enthält unter anderem die Kapitel "Die rituelle Musik", "Die Rumba", "Der Danzon: Vom Kontertanz zum Cha-Cha-Cha", "Der Son", "Die Musik nach der Revolution" und "Buena Vista Social Club und timba cubana".
Buena Vista - Die Musik Kubas

Titel:
Salsa Samba Santeria - Lateinamerikanische Musik
Autor:
Arne Birkenstock, Eduardo Blumenstock
Verlag:
dtv, München (2002)
ISBN:
3-423-24341-4
Inhalt:
In diesem Buch geht es um die Geschichte der Musik diverser lateinamerikanischer Länder. Das Kapitel "Kleine Insel, große Vielfalt - Die Musik Kubas" beschreibt die Geschichte der Rumba, des Son, des Mambo und des Chachacha und benennt bekannte Musiker des kubanischen Latinjazz. Die Entwicklung der modernen Salsa Musik wird in dem Kapitel "Salsa - Eine heiße Sauce aus der Karibik" thematisiert.
Salsa Samba Santeria - Lateinamerikanische Musik

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